Über Beinachsenvermessung
Wir nutzen das Messsystem DIERS formetric 4D mit einem speziellen Zusatzmodul. Damit messen und dokumentieren wir die Form Ihrer Beinachse. Das geht im Stand und in der Bewegung.
Die Messung zeigt, wie stark mögliche Fehlstellungen sind. Dazu gehören varische (O-Beine) oder valgische (X-Beine) Achsstellungen der Beine. Außerdem erkennen wir Unterschiede zwischen beiden Seiten (Asymmetrien) und Fehlstellungen der Füße.
Meist sieht man Fehlstellungen der Achse mit bloßem Auge nicht. In unserem Zentrum für Bewegungsanalyse erkennen wir Fehlstellungen der Beine genau. Wir decken auch mögliche Ursachen auf.
»Zwinge deinen Geist, ständig mit aller ihm gegebenen Kraft tätig zu sein.«
Rotations- und Winkelstellung der Gelenke sowie den Beckenstand messen.
Für die lichtoptische Messung kleben wir spezielle Marker auf die Rückseite und Außenseite Ihrer Beine. Lichtoptisch heißt: Das System misst mit Licht statt mit Röntgenstrahlen. Die Ergebnisse zeigen, in welchem Winkel die Gelenke stehen und wie sie gedreht sind. Außerdem sehen wir, wie das Becken steht.
Die Beinachse ist eine gedachte Linie. Sie verläuft von der Mitte des oberen Sprunggelenks über die Mitte der Kniekehle bis zur Mitte des Hüftgelenks. Im Idealfall bilden diese drei Gelenke eine gerade Linie. Weicht die Achse davon ab, liegt eine Fehlstellung der Beinachse vor. Das gilt auch, wenn die Winkel der Gelenkflächen abweichen. Eine solche Fehlstellung kann Knie, Sprunggelenke und Füße falsch belasten. Die größten sichtbaren Fehlstellungen zeigt bei der Messung oft das Knie. Man unterscheidet das Genu varum (O-Bein) und das Genu valgum (X-Bein). Eine Fehlstellung der Beine kann sich außerdem auf Becken und Wirbelsäule auswirken. Das kann zu Schmerzen in der Leiste oder im Rücken führen.
Eine anatomisch korrekte Beinachse ist von enormer Bedeutung
Fehlstellungen der Beinachse entstehen häufig durch Ungleichgewichte der Muskeln (Dysbalancen). Ursachen sind einseitige Belastungen im Sport, falsch ausgeführte Bewegungen oder Verletzungen. Entscheidend können verkürzte oder geschwächte Muskeln sein. Das betrifft einen Muskel und seinen Gegenspieler (Agonist und Antagonist). Bei einseitigen Belastungen können Menisken oder Knorpel Schaden nehmen. Außerdem können Unterschiede zwischen beiden Seiten (Asymmetrien) entstehen.
Die Messung zeigt außerdem, ob sich das Knie nicht ganz strecken oder beugen lässt. Auch wie sich eine Fußfehlstellung auf die Beinachse auswirkt, macht das System sichtbar. Und es prüft, wie Hilfen für Fuß oder Haltung wirken.
Eine richtige Beinachse ist besonders für Läufer sehr wichtig. Das gilt auch für Sportler, die viel laufen, wie Fußballer und Handballer. Mit einer Beinachsenvermessung können sie Beschwerden oder Verletzungen vorbeugen. Zeigt die Messung Auffälligkeiten, die später Probleme machen könnten, helfen gezielte Trainingsempfehlungen dagegen. Damit kann der Sportler zudem seine Leistung verbessern.
Auch eine frühere Verletzung kann die Beinachse verändern. Deshalb ist es sinnvoll, die Beinachse nach dem Ausheilen zu prüfen. Weicht sie von den Normwerten ab, bekommt der Sportler passende Trainingsmaßnahmen. So gelingt der Wiedereinstieg in seinen Sport.
Häufige Fragen
Wie läuft eine Beinachsenvermessung ab?
Wir kleben spezielle Marker auf die Rückseite und Außenseite Ihrer Beine. Ein lichtoptisches System, das mit Licht misst, erfasst diese Marker. Das geschieht im Stand und in der Bewegung. Daraus berechnen wir, in welchem Winkel die Gelenke stehen und wie sie gedreht sind. Außerdem sehen wir, wie das Becken steht.
Ist die Messung mit Strahlenbelastung verbunden?
Nein. Die Vermessung arbeitet lichtoptisch, also mit Licht statt mit Röntgenstrahlen. Sie ist nicht schmerzhaft.
Bei welchen Beschwerden ist eine Beinachsenvermessung sinnvoll?
Haben Sie Schmerzen im Knie, im Unterschenkel, in der Leiste oder im Rücken? Dann kann die Ursache eine Fehlstellung der Beinachse oder des Fußes sein. Auch nach einer ausgeheilten Verletzung lohnt sich oft eine Kontrolle. Denn die Verletzung kann die Achse verändert haben.
Was sind O-Beine und X-Beine?
Die Beinachse ist eine gedachte Linie vom Hüftgelenk über das Knie bis zum Sprunggelenk. Bei O-Beinen (Genu varum) weicht das Knie nach außen ab. Bei X-Beinen (Genu valgum) weicht es nach innen ab. Solche Abweichungen können Knie, Sprunggelenk und Füße einseitig belasten.
Was passiert, wenn eine Fehlstellung gefunden wird?
Je nach Befund bekommen Sie gezielte Empfehlungen für Ihr Training. So gleichen Sie Ungleichgewichte der Muskeln aus. Die Messung zeigt außerdem, wie Hilfen für Fuß oder Haltung auf die Beinachse wirken.
Zahlt die Krankenkasse die Untersuchung?
Nein. Die gesetzliche Krankenkasse zahlt die Messungen im Zentrum für Bewegungsanalyse nicht. Gesetzlich Versicherte können sie selbst bezahlen. Das nennt man Selbstzahlerleistung (IGeL). Privatversicherte rechnen je nach Tarif mit ihrer Versicherung ab. Über die Kosten informieren wir Sie vorher.


