Der Knorpel im Knie wirkt wie ein Puffer zwischen den Knochen. Ist er geschädigt, läuft das Knie nicht mehr rund. Laufen, Treppensteigen oder lange Spaziergänge tun dann weh. Knorpel erneuert sich nur schlecht. Deshalb ist eine frühe und genaue Diagnose wichtig.
Was ist ein Knorpelschaden im Knie?
Knorpel überzieht die Gelenkflächen der Knochen. Er sorgt dafür, dass die Knochen im Gelenk glatt aneinander gleiten. Außerdem fängt er Stöße ab. Knorpel hat aber keine eigenen Blutgefäße. Seine Nährstoffe bekommt er nur aus der Gelenkflüssigkeit. Deshalb kann er sich nur sehr schlecht erneuern.
Ärzte teilen Knorpelschäden nach ihrer Schwere in Grade ein. Bei Grad 1 ist der Knorpel nur weicher geworden. Bei Grad 4 fehlt der Knorpel ganz, bis auf den Knochen darunter.
Knorpelschaden oder Arthrose?
Ist der Knorpel großflächig geschädigt, spricht man von einer Arthrose. Im Knie heißt sie auch Gonarthrose. Dabei geht der Knorpel nach und nach verloren. Zeiten mit Schmerzen und Zeiten ohne Schmerzen wechseln sich ab. Die schmerzfreien Abschnitte werden mit der Zeit kürzer.
Symptome: Woran erkenne ich einen Knorpelschaden im Knie?
Typisch sind Schmerzen bei Belastung. Das ist zum Beispiel beim Laufen, Treppensteigen oder auf langen Spaziergängen. Morgens beim Aufstehen oder nach längerem Sitzen brauchen viele etwas Anlaufzeit. Danach lässt der Schmerz nach. Viele unserer Patienten berichten außerdem, dass es im Gelenk knackt und knirscht. Oder ihr Knie reagiert empfindlich auf Wetterwechsel.
Ursachen: Wie entsteht ein Knorpelschaden?
Eine gewisse Abnutzung des Knorpels im Laufe der Jahre ist normal. Zu einem frühen Knorpelschaden können aber führen:
- Unfälle und Sportverletzungen
- Fehlbelastungen, zum Beispiel durch eine Beinachsenfehlstellung
- Gelenkentzündungen
- Stoffwechselerkrankungen
- genetische Ursachen
Diagnose: Ultraschall, MRT und Röntgen
Am Anfang steht eine gründliche Untersuchung Ihres Knies. Den Zustand des Knorpels sehen wir am besten mit Ultraschall oder MRT. Eine MRT ist eine Untersuchung im Magnetfeld, die genaue Bilder vom Inneren des Gelenks liefert. Ist der Schaden größer und vermuten wir eine Arthrose, machen wir zusätzlich ein Röntgenbild. Vielleicht steckt eine falsche Belastung hinter dem Knorpelschaden, etwa eine schiefe Beinachse. Das klären wir mit einer Beinachsenvermessung.
Behandlung: Was hilft bei einem Knorpelschaden im Knie?
Welche Behandlung am besten hilft, hängt von Größe und Ursache des Schadens ab. Bevor wir mit einer Behandlung beginnen, beraten wir Sie ausführlich.
Ohne Operation
Bei eher leichten Knorpelveränderungen durch Verschleiß, die eine große Fläche betreffen, kommen in Frage:
- Anpassung der sportlichen Belastung
- gezielte Trainingsübungen
- Spritzen mit Hyaluronsäure
Operative Behandlung
Eine Operation kommt vor allem bei frischen Knorpelverletzungen nach einem Unfall in Frage. Das ist etwa der Fall, wenn ein Stück Knorpel abgeschert ist. Auch bei einzelnen, klar begrenzten Knorpelschäden kann eine Operation sinnvoll sein. Der geschädigte Bereich sollte dann früh ersetzt werden. Infrage kommen zum Beispiel eine Knorpelzüchtung oder eine Knorpelplastik.
Bei fortgeschrittenem Verschleiß kommt auch ein künstliches Kniegelenk infrage. Das kann eine Vollprothese sein. Oder eine Schlittenprothese, die nur einen Teil des Gelenks ersetzt. Diese Operationen und den Knorpelersatz führen wir nicht selbst durch. Ist ein solcher Eingriff für Sie sinnvoll, beraten wir Sie ausführlich und überweisen Sie an spezialisierte Kolleginnen und Kollegen.
Knorpelschaden im Knie in Köln behandeln lassen
Warten Sie mit der Untersuchung nicht zu lange. Je früher ein Knorpelschaden behandelt wird, desto eher ist Ihr Knie wieder belastbar. In unserer Praxisklinik in Köln-Bayenthal und Köln-Rodenkirchen untersuchen wir Ihr Knie mit MRT und Ultraschall. Bei Verdacht auf Arthrose machen wir ein Röntgenbild. Gemeinsam mit Ihnen planen wir eine Behandlung, die zu Ihrem Alltag und Ihren sportlichen Zielen passt.









