Bei einer Spinalkanalstenose ist der Wirbelkanal in der Hals- oder Lendenwirbelsäule zu eng. Man sagt auch Spinalstenose. Typisch sind Rückenschmerzen beim Stehen und Gehen. Oft ziehen sie bis in die Beine. Radfahren oder Sitzen fällt dagegen meist leichter. Die Krankheit entsteht oft mit zunehmendem Alter.
Was ist eine Spinalkanalstenose?
Im Wirbelkanal liegen das Rückenmark und die Nervenwurzeln. Bei einer Spinalkanalstenose wird dieser Kanal enger. Dann haben die Nerven weniger Platz. Meist ist die Lendenwirbelsäule betroffen, seltener die Halswirbelsäule.
Symptome: Woran erkenne ich eine Spinalkanalstenose?
Der Rücken tut weh. Die Schmerzen können auch weiterziehen. Ist die Halswirbelsäule verengt, ziehen sie bis in die Arme. Ist die Lendenwirbelsäule verengt, ziehen sie bis in die Beine. Arme und Beine können sich auch taub oder schwach anfühlen.
Ein typisches Zeichen: Beim Stehen und Gehen werden die Beschwerden stärker. Sie schaffen nur noch kürzere Strecken. Beim Radfahren oder Sitzen geht es dagegen besser. Betroffene müssen beim Gehen immer wieder stehen bleiben oder sich hinsetzen. Deshalb sprechen Ärzte auch von der „Schaufensterkrankheit der Wirbelsäule“.
Warum hilft Vorbeugen?
Neigen Sie den Oberkörper nach vorn, bekommt der Wirbelkanal mehr Raum. Das passiert zum Beispiel beim Radfahren. Die Nerven werden dann entlastet. Deshalb ist eine nach vorn geneigte Haltung bei einer Spinalkanalstenose typisch.
Ursachen: Wie entsteht eine Spinalkanalstenose?
Eine Spinalkanalstenose ist selten angeboren. Meist entsteht sie über längere Zeit. Mit dem Alter können sich zum Beispiel die Bandscheiben vorwölben. Oder an den Wirbelkörpern und Wirbelgelenken wachsen kleine Knochenanbauten. Beides kann den Wirbelkanal einengen.
Diagnose: Untersuchung, Röntgen, CT und MRT
Wir untersuchen Sie ausführlich körperlich. So finden wir heraus, ob Sie die typischen Beschwerden haben und nur noch kürzere Strecken gehen können. Bilder zeigen, wie eng der Wirbelkanal ist. Dazu nutzen wir Röntgen, CT oder MRT. Die CT ist eine Computertomographie, also eine Röntgenuntersuchung in Schichten. Die MRT ist eine Untersuchung im Magnetfeld, die genaue Bilder vom Inneren des Körpers liefert. Danach erstellen wir einen Behandlungsplan, der zu Ihnen passt.
Wie wird eine Spinalkanalstenose behandelt?
Oft reicht eine konservative Therapie, also eine Behandlung ohne Operation. Dazu kommt eine Schmerzbehandlung, die zu Ihnen passt. Wir setzen zunächst auf:
- physikalische Maßnahmen
- begleitende Schmerztherapie, Medikamente nach Rücksprache mit einem Arzt
- ein spezielles Korsett, das die Wirbelsäule entlastet
- Infiltrationen in den Wirbelkanal, also gezielte Spritzen
Wann ist eine Operation sinnvoll?
Hilft die Behandlung ohne Operation nicht genug? Dann kommt eine Operation infrage, bei der der Wirbelkanal erweitert wird. Diese Operation führen wir nicht selbst durch. Wir beraten Sie zu den verschiedenen Methoden und überweisen Sie an spezialisierte Kolleginnen und Kollegen.
Spinalkanalstenose in Köln behandeln lassen
Haben Sie beim Stehen oder Gehen Rückenschmerzen, die bis in die Beine ziehen? Oder schaffen Sie immer kürzere Strecken? Dann lassen Sie die Ursache klären. Sie finden SPORTHOMEDIC in Köln-Bayenthal und Köln-Rodenkirchen.









