Eine Skoliose ist eine seitliche Verkrümmung der Wirbelsäule. Dabei verdrehen sich die Wirbel zusätzlich. Sie entsteht oft im Wachstum, also bei Kindern und Jugendlichen. Ohne Behandlung kann sie im Lauf des Lebens zu Rückenschmerzen und Verspannungen führen. Deshalb ist es sinnvoll, eine Skoliose früh zu erkennen und zu behandeln.
Was ist eine Skoliose?
Bei einer Skoliose ist die Wirbelsäule seitlich verbogen und in sich verdreht. Dadurch ist sie weniger beweglich. Meist entsteht die Verkrümmung im Wachstum. In 90 Prozent der Fälle gibt es keinen erkennbaren Grund.
Eine Skoliose kann aber auch mit Krankheiten der Nerven oder der Muskeln zusammenhängen. Bei Erwachsenen entsteht sie manchmal durch Verschleiß. Dann verformen sich die Wirbelkörper. Oft kommen Bandscheibenschäden oder eine Spinalkanalstenose dazu. Bei einer Spinalkanalstenose ist der Kanal für das Rückenmark in der Wirbelsäule zu eng.
Anzeichen: Woran erkenne ich eine Skoliose?
Kleine Abweichungen der Wirbelsäule sind häufig. Mit bloßem Auge sieht man sie oft nicht. Eine stärkere Verkrümmung fällt dagegen meist auf:
- Eine Schulter hängt tiefer als die andere.
- Das Becken steht schief.
- Ein Schulterblatt ragt auf einer Seite weiter heraus.
- Ein Bein wirkt kürzer als das andere.
Kinder und Jugendliche haben selten Schmerzen. Meist kommen sie in die Praxis, weil die Eltern etwas bemerkt haben. Zum Beispiel die Verkrümmung oder eine schiefe Schulter.
Welche Folgen kann eine Skoliose haben?
Wird die Skoliose ohne Behandlung stärker, kann sie Organe in Brust oder Bauch einengen. In schweren Fällen kann es zu Atemnot kommen. Ab dem 30. oder 40. Lebensjahr machen selbst leichte Skoliosen oft Rückenschmerzen. Das passiert vor allem nach längerem Stehen oder Sitzen. Dazu kommen Muskelverspannungen. Auch die Bandscheiben können sich verändern und weitere Beschwerden machen.
Diagnose: Den Krümmungswinkel bestimmen
Wir müssen wissen, wie stark die Wirbelsäule verkrümmt ist. Nur so finden wir die richtige Behandlung für Sie oder Ihr Kind. Dazu untersuchen wir den Körper. Außerdem röntgen wir die ganze Wirbelsäule und bestimmen den Krümmungswinkel. Ärzte nennen ihn Cobb-Winkel.
Vor allem bei Kindern und Jugendlichen empfehlen wir zusätzlich eine lichtoptische Vermessung des Rückens. Dabei wird der Rücken mit Licht vermessen, ohne Röntgenstrahlen. Deshalb kann man sie regelmäßig wiederholen. So lässt sich gut prüfen, wie sich die Skoliose entwickelt und ob die Behandlung wirkt.
Wie wird eine Skoliose behandelt?
Skoliose bei Kindern und Jugendlichen
Die Behandlung hängt davon ab, wie groß der Krümmungswinkel ist. Die meisten Skoliosen können wir mit intensiver Physiotherapie behandeln. Wenn nötig, kommt ein Korsett dazu. Eine Operation ist in jungen Jahren nur selten nötig.
Skoliose bei Erwachsenen
Bei Erwachsenen richtet sich die Behandlung nach den Begleitbeschwerden. Das sind zum Beispiel Bandscheibenschäden oder eine Spinalkanalstenose. Auf diese Folgeschäden ist unsere Praxisklinik spezialisiert. In schweren Fällen kann eine Operation nötig werden.
Skoliose in Köln behandeln lassen
Haben Sie bei sich oder Ihrem Kind schiefe Schultern, ein schiefes Becken oder eine sichtbare Verkrümmung bemerkt? Dann lassen Sie das früh untersuchen. Sie finden SPORTHOMEDIC in Köln-Bayenthal und Köln-Rodenkirchen. Gern beraten wir Sie in einem persönlichen Gespräch.









