Eine Frozen Shoulder heißt auch Schultersteife. Dabei ist die Gelenkkapsel der Schulter entzündet. Die Gelenkkapsel ist die Hülle, die das Gelenk umschließt. Am Anfang merkt man oft wenig: Die Schulter tut nur ab und zu etwas weh. Erst später lässt sich die Schulter deutlich schlechter bewegen. Die Erkrankung dauert lange. Sie heilt aber in den allermeisten Fällen wieder aus.
Was ist eine Frozen Shoulder?
Bei einer Frozen Shoulder entzündet sich die Kapsel rund um das Schultergelenk. Dadurch schrumpft die Kapsel. Die Schulter lässt sich weniger weit bewegen. Am Ende kann die Schulter fast ganz steif werden. Warum die Entzündung entsteht, weiß man bis heute nicht genau.
Symptome: Woran erkenne ich eine Frozen Shoulder?
Am Anfang tut die Schulter meist ab und zu weh. Später schmerzt sie oft auch nachts oder beim längeren Sitzen oder Liegen. Nach und nach können Sie den Arm immer schlechter heben und drehen. Dann fallen alltägliche Bewegungen schwer. Zum Beispiel eine Jacke anziehen, die Haare kämmen oder hinter den Rücken greifen.
Die drei Phasen der Frozen Shoulder
Eine Schultersteife verläuft meist in drei Phasen:
- Einfrieren (Stadium 1): Die Schulter lässt sich noch fast normal bewegen. Bei Bewegung tut sie aber stark weh. Auch nachts in Ruhe kann sie schmerzen. Schmerzmittel helfen in dieser Phase oft kaum.
- Eingefroren (Stadium 2): Nach etwa drei Monaten werden die Schmerzen weniger. Dafür wird die Schulter immer steifer. Die Gelenkkapsel ist nicht mehr frisch entzündet, sondern vernarbt. Sie schrumpft und wird dicker.
- Auftauen (Stadium 3): Die Schulter wird langsam wieder beweglicher. Die Schmerzen lassen nach. Physiotherapie hilft in dieser Zeit. So bleibt die Schulter später nicht dauerhaft schwach oder steif.
Ursachen: Wie entsteht eine Schultersteife?
Auslöser ist eine Entzündung der Gelenkkapsel der Schulter. Häufig entsteht eine Frozen Shoulder:
- nach einer Verletzung der Schulter, etwa durch einen Unfall
- nach einer Operation
- im Zusammenhang mit anderen Erkrankungen wie Diabetes oder Schilddrüsenerkrankungen
Oft entsteht sie aber auch ohne erkennbaren Grund.
Diagnose: Wie wird eine Frozen Shoulder festgestellt?
Eine Schultersteife ist vor allem eine klinische Diagnose. Das heißt: Entscheidend ist die körperliche Untersuchung. Wir prüfen, wie weit Sie Ihre Schulter in alle Richtungen bewegen können. Und wir prüfen, wo es weh tut. Ultraschall oder Röntgen können helfen, andere Ursachen für Ihre Schulterschmerzen auszuschließen.
Wie wird eine Frozen Shoulder behandelt?
Die Behandlung braucht Geduld, von Ihnen und von uns. Cortison kann die Gelenkkapsel nach und nach wieder weicher machen. Vorsichtiges Training macht die Schulter beweglicher. Zu viel Training kann die Entzündung aber verstärken. Deshalb zeigen wir Ihnen passende Übungen. Je nach Befund setzen wir zusätzlich ein:
- Cortison
- gezielte, vorsichtige Übungen
- Physiotherapie
- Stoßwellentherapie
Früh lässt sich eine Frozen Shoulder besser behandeln als eine Steife, die schon lange besteht. Warten Sie deshalb bei Schmerzen nicht zu lange mit dem Arztbesuch.
Wann kommt eine Operation in Frage?
Hilft die Behandlung ohne Operation nicht, sprechen wir mit Ihnen über eine Schulterarthroskopie. Das ist eine Schulterspiegelung, bei der man mit einer kleinen Kamera ins Gelenk schaut. Dabei wird die Gelenkkapsel gelöst. Unter Narkose wird das Gelenk außerdem vorsichtig durchbewegt. So lässt sich die Schultersteife beheben.
Wie lange dauert eine Frozen Shoulder?
Wie lange jede Phase dauert, ist sehr verschieden. Manchmal sind es wenige Wochen, manchmal mehrere Jahre. Die gute Nachricht: Weit über 90 Prozent der Fälle heilen innerhalb von etwa 18 Monaten aus. Eine frühe Diagnose kann helfen, dass die Schultersteife nicht chronisch wird. Chronisch heißt: Sie bleibt dauerhaft.
Frozen Shoulder in Köln behandeln lassen
Sie sind nicht sicher, ob eine Frozen Shoulder hinter Ihren Schulterschmerzen steckt? In unserer Praxisklinik in Köln-Bayenthal und Köln-Rodenkirchen finden wir die Ursache heraus. Wir begleiten Sie mit Geduld durch alle Phasen der Erkrankung. So lange, bis Ihre Schulter wieder beweglicher ist.









