Eine Muskelzerrung entsteht, wenn ein Muskel zu weit gedehnt wird. Die Fasern bleiben dabei ganz. Das ist anders als beim Muskelfaserriss. Eine Zerrung kann beim Sport passieren. Sie kann aber genauso im Alltag passieren, etwa bei einer ungewohnten Bewegung. Mit Schonung und der richtigen Behandlung heilt sie meist innerhalb weniger Wochen.
Was ist eine Muskelzerrung?
Muskeln halten einiges aus, aber nicht alles. Werden sie überlastet, können sie sich überdehnen. Ärzte nennen das auch Distension. Zerren kann man sich jeden Muskel, der den Körper bewegt (Skelettmuskel). Am häufigsten trifft es aber die Muskeln von Rücken, Oberschenkel und Wade.
Zerrung, Faserriss, Bündelriss: Wo liegt der Unterschied?
Die Zerrung ist die leichteste Form der Muskelverletzung. Der Muskel ist überdehnt, aber nicht gerissen. Wird er noch stärker überdehnt, können einzelne Fasern reißen. Das ist ein Muskelfaserriss. Reißen ganze Faserbündel, heißt das Muskelbündelriss. Dann blutet es meist in den Muskel ein. Und die Heilung dauert länger.
Symptome: Wie fühlt sich eine Muskelzerrung an?
An der Stelle spüren Sie einen heftigen Schmerz. Oft ist er ziehend oder wie ein Krampf. Er kann auch in die Umgebung ziehen. Der Muskel fühlt sich oft hart an. Manchmal können Sie eine Verhärtung fühlen. Anspannen und Dehnen tun weh.
Ist es bei einer Zerrung geblieben, oder sind schon Fasern gerissen? Das lässt sich von außen nicht sicher sagen. Eine Ultraschalluntersuchung schafft Klarheit.
Ursachen: Wie entsteht eine Muskelzerrung?
Bei Muskelzerrungen denken die meisten an Sportler. Eine Zerrung kann aber auch im Alltag passieren. Zum Beispiel, wenn Sie sich ungewöhnlich bewegen oder einen Muskel plötzlich zu stark belasten. Begünstigt wird eine Zerrung durch:
- falsches oder gar kein Aufwärmen vor dem Sport
- zu viel Belastung für einen Muskel, der schon müde ist
- ungeeignete Schuhe
Diagnose: Zerrung oder Riss?
Lassen Sie sich untersuchen. So lässt sich ausschließen, dass Muskelfasern oder Muskelbündel gerissen sind. Mit Ultraschall sehen wir in unserer Praxis, ob der Muskel stärker verletzt ist. Wir sehen auch, ob es in den Muskel geblutet hat. Davon hängt ab, wie wir behandeln und wie lange Sie pausieren sollten.
Erste Hilfe: Was tun bei einer Muskelzerrung?
Sobald Sie die Zerrung bemerken, hilft die PECH-Regel: Machen Sie eine Pause, kühlen Sie den Muskel mit Eis (in ein Tuch gewickelt), legen Sie einen leichten Compressionsverband an und Hochlagern Sie die betroffene Stelle.
Auch entzündungshemmende Schmerzmittel wie Diclofenac oder Ibuprofen können helfen. Sprechen Sie vorher mit einem Arzt.
Behandlung: Wie wird eine Muskelzerrung behandelt?
Ist die erste Zeit nach der Verletzung vorbei, soll sich der verspannte Muskel lösen und ausheilen. Dafür setzen wir Lasertherapie, ACP (Eigenbluttherapie) oder Taping ein. Bei der Eigenbluttherapie wird ein Teil Ihres eigenen Blutes aufbereitet und gespritzt. Beim Taping kommen elastische Klebestreifen auf die Haut. Zusätzlich ist es sinnvoll, den Muskel vorsichtig zu dehnen.
Ganz ruhigstellen müssen Sie den Muskel meist nicht. Leichte Bewegung kann die Heilung sogar fördern. Wie viel davon bei Ihnen gut ist, besprechen wir mit Ihnen.
Wie lange dauert eine Muskelzerrung?
Das hängt davon ab, wie stark die Schmerzen sind. Belasten Sie den Muskel etwa zwei bis vier Wochen lang beim Sport nicht stark. Steigen Sie danach Schritt für Schritt wieder ein. Bleiben die Beschwerden länger, sollte man prüfen, ob nicht doch Fasern gerissen sind.
Muskelzerrung in Köln behandeln lassen
Haben Sie sich beim Sport oder im Alltag einen Muskel gezerrt? Und sind Sie unsicher, wie schwer die Verletzung ist? In unserer Praxisklinik in Köln-Bayenthal und Köln-Rodenkirchen untersuchen wir den Muskel. Wir schließen einen Riss aus. Dann begleiten wir Sie Schritt für Schritt zurück zu gewohnter Bewegung.









