An der Spitze des Ellenbogens liegt ein Schleimbeutel. Das ist ein kleines Polster zwischen Haut und Knochen, gefüllt mit Flüssigkeit. Entzündet er sich, spricht man von einer Schleimbeutelentzündung am Ellenbogen. Der Fachbegriff ist Bursitis olecrani. Typisch ist eine Schwellung an der Rückseite des Ellenbogens, die oft wehtut. Wird sie rechtzeitig behandelt, heilt sie meist in einigen Wochen aus.
Was ist eine Schleimbeutelentzündung am Ellenbogen?
Schleimbeutel sitzen überall im Körper, wo Knochen dicht unter der Haut liegen. Sie wirken wie ein Polster und verringern die Reibung. Am Ellenbogen entzündet sich ein Schleimbeutel besonders oft. Ein typischer Auslöser ist langes Aufstützen beim Lernen. Deshalb nennt man die Krankheit auch Studentenellenbogen.
Symptome: Woran erkenne ich eine Schleimbeutelentzündung?
Meist fällt zuerst eine Schwellung an der Rückseite des Ellenbogens auf. Sie tut oft weh. Dazu können kommen:
- Schmerzen bei Berührung des Ellenbogens
- Überwärmung, also eine warme Stelle
- ein Spannungsgefühl
- der Arm lässt sich schlechter bewegen, wenn die Schwellung stark ist
Sind Bakterien die Ursache, ist der Ellenbogen zusätzlich deutlich rot und heiß. Fühlen Sie sich außerdem krank oder haben Sie Fieber? Dann gehen Sie bitte sofort zum Arzt.
Ursachen: Bakteriell oder nicht bakteriell
Ärzte unterscheiden zwei Formen:
- Nicht-bakterielle Schleimbeutelentzündung: Sie entsteht, wenn der Ellenbogen immer wieder gereizt wird. Zum Beispiel, wenn Sie sich oft auf den Schreibtisch stützen. Auch körperliche Arbeit kann sie auslösen. Oder eine kleine Verkalkung an der Ellenbogenspitze.
- Bakterielle Schleimbeutelentzündung: Nach einem Sturz oder einer Verletzung können Keime durch die Haut in den Schleimbeutel kommen. Dann entzündet er sich.
Diagnose: Wie wird die Entzündung festgestellt?
Meist reicht eine körperliche Untersuchung, um eine Schleimbeutelentzündung am Ellenbogen zu erkennen. Bei Bedarf sichert ein Ultraschall die Diagnose zusätzlich ab. Wichtig ist auch die Frage, ob Bakterien beteiligt sind. Davon hängt die Behandlung ab.
Wie wird eine Schleimbeutelentzündung am Ellenbogen behandelt?
Sie müssen den Ellenbogen schonen. Fast immer wird eine Schleimbeutelentzündung am Ellenbogen konservativ behandelt, also ohne Operation. Ist die Entzündung nicht durch Bakterien entstanden oder nur leicht bakteriell, kommen infrage:
- Schonung des Ellenbogens, bei Bedarf bis zur Ruhigstellung im Gips
- regelmäßiges Kühlen
- Medikamente gegen die Entzündung wie Ibuprofen oder Diclofenac, nach Rücksprache mit einem Arzt
- Antibiotika, wenn Bakterien die Ursache sind
- eine Punktion bei starker Schwellung. Dabei wird mit einer Nadel Flüssigkeit abgelassen.
Wann ist eine Operation nötig?
Helfen diese Maßnahmen nicht? Oder ist die Infektion mit Bakterien sehr stark? Dann kommt eine Operation infrage, bei der der Schleimbeutel entfernt wird. Danach kommt der Arm meist für zwei Wochen in einen Gips.
Wie lange dauert eine Schleimbeutelentzündung am Ellenbogen?
Wird eine akute Schleimbeutelentzündung rechtzeitig behandelt, heilt sie meist schnell aus. Die Beschwerden dauern meist einige Wochen. Danach sind sie im Allgemeinen verschwunden.
Schleimbeutelentzündung am Ellenbogen vorbeugen
Stützen Sie sich nicht lange auf die Ellenbogen, etwa am Schreibtisch. Lehnen Sie sich bei der Arbeit oft auf den Ellenbogen? Dann kann ein weiches Polster den Schleimbeutel entlasten. Halten Sie Schürfwunden am Ellenbogen sauber und versorgen Sie sie gut.
Schleimbeutelentzündung am Ellenbogen in Köln behandeln lassen
Ist Ihre Ellenbogenspitze geschwollen und tut weh? Dann lassen Sie sie untersuchen. Das gilt besonders, wenn sie rot und heiß ist. In unserer Praxisklinik in Köln-Bayenthal und Köln-Rodenkirchen stellen wir fest, welche Form Sie haben. Dann besprechen wir mit Ihnen die passende Behandlung.









